Getestet: Der Fingerkick von Martin System – praktisch, präzise, mit einem kleinen Haken
Im Jagd- und Hundesport geht’s oft um Sekundenbruchteile. Ob beim Einweisen auf Distanz, beim Stoppen oder im Alltag mit einem arbeitsfreudigen Hund – der Moment, in dem du den Reizgeber auslöst, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Ich habe mir deshalb den Fingerkick von Martin System genauer angesehen und ihn im Trainingsalltag getestet.
Was ist der Fingerkick überhaupt?
Kurz gesagt: Der Fingerkick ist ein kleiner Funkschalter, den man wie einen Ring am Finger trägt. Ein Druck – und das Signal wird an den Martin System Empfänger geschickt. Das ersetzt nicht komplett die klassische Fernbedienung, aber es ergänzt sie auf eine Art, die ich persönlich nicht mehr missen will.
Gerade wenn man die Hände voll hat – z. B. mit der Leine, Pfeife oder Ausrüstung – ist der Fingerkick Gold wert. Kein Fummeln mehr an der Fernbedienung, kein Blick nach unten. Einfach drücken und weiterarbeiten.
Hier gehts zum Fingerkick
Wie funktioniert das in der Praxis?
Ich habe den Fingerkick mit einem Chameleon® III B getestet. Die Kopplung war schnell erledigt, das Signal kommt sofort und zuverlässig. Das Teil sitzt bequem am Finger (es gibt verschiedene Größen) und hält auch bei Nässe, Dreck und Bewegung ordentlich durch.
Im Feld wie auch auf dem Platz hat sich gezeigt:
Der größte Vorteil ist das Timing. Man löst instinktiv aus, ohne Verzögerung, ohne umzugreifen – das bringt eine völlig neue Qualität ins Training.
Für welche Geräte?
Wichtig:
Der Fingerkick funktioniert ausschließlich mit Martin System G
eräten, die Bluetooth Low Energy (BLE) und CLOP-Technologie unterstützen.
Ich habe ihn mit folgenden Modellen getestet oder im Einsatz gesehen:
Andere Marken? Keine Chance. Wer also keinen Martin System Ferntrainer hat, braucht gar nicht weiterzulesen.
Der einzige Nachteil – und der ist leider nicht unwichtig
Der Fingerkick ist ein Einweggerät. Ja, richtig gelesen.
Die Batterie ist fest verbaut und kann nicht getauscht werden. Ist sie leer, war’s das. Dann braucht man einen neuen. Je nach Nutzungsintensität hält der Fingerkick einige Monate bis zu zwei Jahren – bei täglichem Training eventuell kürzer.
Das ist auch der einzige Punkt, der bei mir ein kleines Stirnrunzeln verursacht hat. Für ein Gerät in dieser Preisklasse wäre eine wiederaufladbare oder wechselbare Batterie wünschenswert.
Woher bekommt man den Fingerkick – und was kostet er?
Ich habe meinen über den Hundesportladen bezogen – die sind schon lange Fachhändler für Martin System Produkte und haben auch das nötige Know-how, falls mal Fragen auftauchen.
Preislich liegt der Fingerkick aktuell bei rund 149 bis 159 Euro, je nach Ausführung und Größe.
Ja, das ist nicht günstig. Aber wer einmal mit dem Fingerkick gearbeitet hat, will ihn nicht mehr hergeben.
Mein Fazit: Kleine Veränderung, große Wirkung
Wenn du im Hundesport oder bei der Jagd Wert auf sauberes Timing legst, ist der Fingerkick ein echter Gewinn. Kein Schnickschnack, sondern ein Tool, das dir die Arbeit erleichtert und das Training effektiver macht.
Pluspunkte:
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intuitive Bedienung
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sofortige Reaktion
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freie Hände beim Arbeiten
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robuste Bauweise
Minuspunkte:
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Batterie nicht wechselbar
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nur mit Martin System Geräten nutzbar
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hoher Preis – aber gerechtfertigt, wenn man ihn wirklich nutzt
Ich nutze ihn täglich. Und ich würde ihn wieder kaufen – trotz Einwegbatterie.